Busparkplatz in Grasbrunn

Die Geschichte eines Parkplatzes – 7 dafür, 5 dagegen: Busparkplatz bleibt

Wer aus Harthausen kommend in Grasbrunn in den Kreisel einfährt, hat seit einigen Monaten linker Hand einen „noch schöneren“ Anblick. Schon seit Jahren lagert der Bauhof auf der Kiesfläche am Kreisel diverse Gegenstände. Nun stehen zusätzlich alte Busse und Lastwagen auf dem ehemaligen Kugler-Parkplatz – ganz nach dem Motto: Des einen Müll ist des anderen Schatz.

Leider hat die Mehrheit des Gemeinderats im letzten Bauausschuss diese Nutzung erstmals für zwei Jahre genehmigt. Für diese Mehrheit gelten ausrangierte Busse und Lastwagen, die zum Verkauf stehen, als „ruhender Verkehr“. Dagegen stimmten die Grünen, Bürger für Grasbrunn sowie jeweils ein Vertreter der Freien Wähler und der SPD. Die gesamte CSU und die restlichen Räte stimmten leider dafür.

Die Grünen argumentierten mit der Belastung für die Nachbarschaft, der Verschandelung des Ortsbildes sowie mit ökologischen Schäden. Alte Busse und Lastwagen können Gefahrstoffe wie Öl oder Benzin verlieren, die auf dieser nicht versiegelten Fläche (es sind lediglich Rasensteine verlegt) ins Erdreich gelangen könnten. Diese alten Busse bieten auch Risiken für die Jugendlichen, die sich im Bus mit eingeschlagenen Glasscheiben aufhalten.

Man fragt sich, warum der Kugler-Parkplatz nicht zurückgebaut wurde, nachdem Kugler weggezogen ist und das Werk abgerissen wurde. Damals hatte die Gemeinde leider keinen städtebaulichen Vertrag mit dem Eigentümer über den Rückbau abgeschlossen. Stattdessen wurde der Bebauungsplan geändert und die ursprünglich landwirtschaftliche Fläche in eine Parkfläche umgewandelt.

„Aus Sicht der Grünen ist die Genehmigung dieses Parkplatzes nicht vertretbar: Kaputte Altbusse am Ortseingang beeinträchtigen massiv das Ortsbild, ziehen Vandalismus an und bergen durch mögliche Öl- und Benzinrückstände ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Boden und Umwelt.“

 

Mitchell Nelson

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